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Dorferneuerung hat nun offiziell begonnen

Der AK-Sprecher Albert Schätz erhält auch eine Einleitungs-Urkunde

Roland Spiller bei seiner Ansprache

Die Teilnehmer stellen sich zum Erinnerungsfoto auf

Der Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung in Landau/Isar, Ronald Spiller, überreicht Einleitungsurkunde

1. Bürgermeister Georg Hofer begrüßte zu Beginn der Veranstaltung im Rathaus Malching

• Herrn Roland Spiller, Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) in Landau/Isar,
• Frau Martina Wittmann als Stellvertreterin des erkrankten Projektleiters, Herrn Günther Plepla,
• Landrat Franz Meyer,
• MdL Walter Taubeneder,
• Herbert Hebel als Leiter der Kreisstraßenverwaltung beim Landratsamt Passau,
• den Kreisarchäologen Walter Wandling,
• den zweiten Bürgermeister Max Stocker und den dritten Bürgermeister Franz Puchinger,
• die Gemeinderäte Georg Friedl, Jutta Friedl (beide auch Mitglieder im AK „Gestaltungsraum“), Hans Hellinger, Robert Huber, Josef Ortner, Franz Reithmeier und Anja Wieser,
• Albert Schätz, Sprecher des Arbeitskreises „Gestaltungsraum“
• Corinne Friedl, Stefan Huber, Angelika Hupf - Mitglieder in den Arbeitskreisen,
• den geschäftsleitenden Beamten der Verwaltungsgemeinschaft Rotthalmünster, Fritz Müller, und seinen Stellvertreter, Bauamtsleiter Helmut Dudek,
• den gemeindlichen Archivpfleger Reinhard Fuchs,
• Marita Pletter , als Vertreterin der Passauer Neuen Presse
•  und mehrere Gemeindebürger.

Bürgermeister Hofer nannte die anstehende Dorferneuerung eine einzigartige Entwicklungschance für den Ort Malching. Diese bestand vorher wegen der B 12-Ortsdurchfahrt Malching nicht. Jetzt können die Lebensbedingungen entscheidend verbessert werden. Die Dorferneuerung ist mit Kosten i. H. v. 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Dabei sollen 1,2 Mio. Euro durch Förderungsmittel vonEuropa,Bund und Land abgedeckt werden. In zahlreichen Stunden erarbeiteten die Arbeitskreise das Leitbild zur Dorferneuerung, welches dann der Gemeinderat Malching in seiner Sitzung am 21.01.2014 beschlossen hat.
Im Vordergrund dieser Dorferneuerung steht der geplante Rückbau der ehemaligen B12. Weitere Themen sind die Gestaltung eines Dorfplatzes, das Gebäudemanagement, der Erhalt der historischen Bauten, welche sich im Ort befinden. Ferner sollen Parkplätze geschaffen und die Breitbandversorgung voran getrieben werden. Ein Problem stellen die fehlenden Wirtshäuser im Ort dar. Hier ist evtl. eine Förderung über das Programm „LEADER“ möglich.
Hofer erinnerte an die Infoveranstaltung in Halmstein am 30. November 2014, welche mit rund 80 Teilnehmern sehr gut besucht war. Ein gutes Zeichen für das große Interesse der Gemeindebürger stellen auch die 20 Bewerber dar, welche sich für dieWahl in die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft zur Verfügung gestellt haben. Nun gilt es die angestrebten Schwerpunkte umzusetzen. Hierbei ist es wichtig, dass sich die Bürger einbringen.und Verantwortung übernehmen. Es freut ihn deshalb besonders, dass so viele seiner Einladung zu dieser offiziellen Veranstaltung gefolgt sind. So stellt man sich die Dorferneuerung vor. Nur gemeinsam seien die angestrebten Ziele zu schaffen.
Wegen der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Malching erinnerte er an die erste Besprechung, welche 2014 im Landratsamt Passau stattgefunden hat.Sobald die damals festgelegten Aufgaben erledigt sind, sollte das nächste Treffen wegen einer Ortsbegehung in Malching stattfinden. Er würde sich freuen, wenn daran eventuell auch Landrat Franz Meyer teilnehmen könnte.
Zum Schluss dankt er für die bisher erfahrene Unterstützung durch die Politik, das Amt für ländliche Entwicklung und das Landratsamt Passau. Darauf setzt er auch für die Zukunft. Er bat um den Eintrag ins Gästebuch und lud die Teilnehmer anschließend in das Bistro Seidl zu Kaffee und Kuchen ein.

Roland Spiller, Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung Niederbayern in Landau/ Isar freute sich sehr über die Anwesenheit von Landrat Franz Meyer und MdL Walter Taubeneder. Die Dorferneuerung in Malching stellt ein Gemeinschaftswerk von öffentlichen und privaten Maßnahmen dar. Beide Bereiche gehören zusammen. Er wies darauf hin, dass eine Dorferneuerung ohne Privatleute nicht möglich ist. Erste private Anrufe aus Malching sind bereits im Amt für ländliche Entwicklung eingegangen. Es besteht die Möglichkeit eines Beratungsvertrages, mit dem den Bürgern professionelle Hilfe angeboten wird.
Er verwies auf die zukünftige demografische Entwicklung in Malching, welche nach seiner Meinung gar nicht so schlecht im Vergleich mit anderen Gemeinden ausfällt. Das vorrangige Ziel der Dorferneuerung sei es auch, wieder Leben in den Ort hineinzubringen. Die zuständigen Gremien haben in Malching dafürbereits sehr viel Vorarbeit geleistet.
Anhand einer Dorferneuerungs-Gebietskarte stellte er die Förderbereiche für die öffentlichen und die privaten Maßnahmen dar. Veränderungen in Baugebieten können allerdings nicht gefördert werden. Es sei denn, dass es sich um ein altes Baugebiet (1970 oder früher) handelt. Dies müsste dann im Einzelfall geprüft werden.
Zum Schluss wies er darauf hin, dass es sich im Falle von Malching um eine umfassende Dorferneuerung handelt, welche wesentlich mehr Möglichkeiten bietet. Anschließend überreichte er an 1. Bgm.Georg Hofer, Frau Martina Wittmann und Albert Schätz jeweils die offizielle Einleitungsurkunde zur Dorferneuerung.

Als nächster Redner sprach Landrat Franz Meyer der Gemeinde Malching seinen herzlichen Glückwunsch zur Verleihung der Urkunde und dem offiziellen Beginn der Dorferneuerung aus. Es sei heute ein ganz besonderer Tag für die Kommune. Die sich durch die A94 ergebende Chance muss von der Gemeinde Malching genutzt werden. Wichtig ist es, dass die Bürger nach innen diskutieren und nach außen zusammenhalten. Geplant werden muss mit den Bürgern für die Bürger. Meyer ging auf die ehemalige B12 ein, welche vom Landkreis Passau als Kreisstraße PA91 übernommen wurde Wegen der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt gilt es nun, die bestehenden Probleme zu klären und eventuelle Mängel mit dem Straßenbau Passau zu besprechen. Franz Meyer verwies auf einen Beschluss des Kreistages Passau, wonach für den Deckenausbau dieser Kreisstraße im Haushalt 2017 des Landkreises Passau  Ausgaben i. H. v. 470 000 Euro eingeplant wurden. Man wird die PA91 gemeinsam angehen und der Landkreis wird sich dabei als fairer Partner erweisen.
Zum Schluss dankt der Landrat Mayer dem ersten Bürgermeister, seinen Gemeinderat und den Arbeitskreisen für die bisher geleistete Arbeit. „Malching ist damit top aufgestellt“, so der Landrat.  Seine Schlussfeststellung war: "Es geht los! Ihr packt es!"

MdL Walter Taubeneder erklärte zu Beginn seiner Ausführungen, dass Malching sich diese Dorferneuerung besonders verdient hat. Die Bürger in dieser Kommune haben durch das Verkehrsaufkommen auf der B 12 sehr viel ertragen müssen.
Die Dorferneuerung ist ein Instrument, durch das die Lebensqualität in allen Regionen sich gleich entwickeln soll. Erfreulich ist für ihn, dass eine Gemeinde seines Stimmkreises bei den aktuellen Förderungen dabei ist.
Dorferneuerung stellt eine nachhaltige Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität dar. Wenn die Wohnqualität hoch ist, dann geht es dem Ort gut. Die A94 bringt Chancen mit sich für nachhaltige Entwicklungen.
Er wünschte den Malchinger Bürgern gute Entscheidungen und sprach zugleich die Hoffnung aus, dass die A94 bis auf den Problemfall Simbach im vorgegebenen Zeitrahmen fertiggestellt werden kann. Gerade in Zeiten, in denen laut Zeitungsberichten sich die Innenzentren auf der „Intensivstation“ befinden, ist Dorferneuerung sehr wichtig.
Er gratulierte zur bisherigen Zusammenarbeit und forderte zugleich dazu auf, so weiter zu machen. Sein Dank galt dem bayrischen Landtag für die vorgesehenen Mittel, welche ca. 1,2 Millionen betragen werden. Wenn sie für die geplanten Maßnahmen nicht ausreichen, muss man weiter sehen. Die Privatmittel befinden sich in einem extra Geldtopf. Er wünschte den Malchingern alles Gute für das weitere Vorgehen.

Herbert Hebel wies als nächster Redner darauf hin, dass es sich bei der PA 91 um eine Schwertransport- Umleitungsstrecke handelt, bei der bestimmte Vorgaben eingehalten werden müssen. Mit der Neugestaltung der PA 91 im OD-Bereich Malching kommt eine große Aufgabe auf alle zu, welche daran beteiligt sind.

Als letzte Rednerin stellte sich die stellvertretende Projektleiterin des Amtes für ländliche Entwicklung,  Martina Wittmann, vor. Sie wies darauf hin, dass es sich um die erste Maßnahme handelt, welche sie betreuen wird. Sie war sich sicher, dass man mit der Dorferneuerung in Malching etwas Schönes schaffen wird.